Direkt zu: Navigation . Inhalt . Kontaktinformationen . Barmherzige Brüder . Sebastianeum . englisch

Aktuelle Angebote . Sitemap . Impressum


Kneipp Therapie und Wellness in Bad Wörishofen

Kneipp Therapie in Bayern im Ursprungsort der Kneippschen Lehre: Bad Wörishofen

Das Kneippianum in Bad Wörishofen in Bayern offeriert Ihnen ein umfangreiches Angebot an Kneipp Therapien & Wellness. Bad Wörishofen ist somit der ideale Ort für Ihren Wellness Urlaub oder Ihre Kneipp Therapie in Bayern.

Ihr Urlaub im Kneippianum in Bad Wörishofen ist mehr als ein Wellness Urlaub. Mit dem Kneipp SPA, der herrlichen Landschaft und der erstklassigen Infrastruktur ist Bad Wörishofen in Bayern ein wunderschöner Kurort, in dem Sie zu neuer Kraft und Energie finden. Das Kneippianum ist der ideale Ort für Ihre ganzheitliche Naturheilkunde Therapie und Wellness in Bad Wörishofen.

Kneipp Therapie und Wellness in Bad Wörishofen, Bayern

Bereits Sebastian Kneipp praktizierte im Kneippianum im idyllischen Kurort Bad Wörishofen. Noch heute ist die Kneipp Lehre der ganzheitlichen Therapie zentraler Ansatzpunkt für alle Behandlungen in Bad Wörishofen in Bayern.

Im renommierten Kurort Bad Wörishofen wird das alte Wissen des legendären „Wasserdoktors“ Sebastian Kneipp zeitgemäß umgesetzt. Das harmonische Zusammenspiel der fünf essenziellen Säulen der Kneipp Therapie in Bad Wörishofen „Kraft des Wassers“, „Innere Balance“, „Leben in Bewegung“, „gesunde Küche“ und die „Wirkung von Kräutern“ schafft eine großartige und ganzheitliche Naturheilkunde Therapie, die Sie in Ihrem Wellness- und Gesundheitsurlaub im bayerischen Allgäu genießen können.

Medical Wellness in Bad Wörishofen: Kneipp Therapie in Bayern

Nehmen Sie sich die Zeit für sich, Ihren Körper und Ihre Gesundheit. Tanken Sie im Kneippianum neue Kraft. Die ganzheitlichen Kneipp Therapien in Bad Wörishofen werden Ihnen bestimmt gefallen und Ihnen neue Energie für den Alltag schenken. Ob Gesundheitsurlaub, Wellness-Wochenende oder Kur-Aufenthalt – das Vier-Sterne-Kurhotel Kneippianum hat viel zu bieten. Neben den Kneipp Therapien entdecken Sie die wunderschöne Landschaft des Allgäus in Bayern und erkunden die Umgebung Ihres Ferienortes bei herrlichen Wanderungen, Nordic Walking Touren und Radltouren.

Kneipp-Therapie

Die Kneipptherapie baut sich auf fünf Säulen auf:

  1. die Kneipp’ sche Hydro- oder Wassertherapie
  2. die Bewegungstherapie
  3. die Ernährungstherapie
  4. die Behandlung mit Heilkräutern
  5. die Ordnungstherapie.

Auch heute hat die Behandlung mit Wasser in der Kneipptherapie immer noch einen dominierenden Stellenwert. Wir kennen in der Kneipptherapie über 100 verschiedene Wasseranwendungen, die wir entsprechend den Krankheitsbildern bei unseren Patienten anwenden.

Hydrotherapie

Die Hydrotherapie umfasst die Waschungen, die Kneipp’ schen Güsse, die als Kalt-, Wechsel-, Warm- oder Heißgüsse verabreicht werden, die Bäder, die Wickel, die Packungen, die Auflagen und die heißen Dämpfe.

In der Kneipptherapie werden Wasserreize nach einem bestimmten Schema und nach einer genauen Dosierung verabreicht, wobei das Ziel jeder Behandlung darin bestehen sollte, durch einen Reiz die eigenen Körperkräfte so weit zu stärken, dass der Patient mit einem Krankheitsgeschehen selber fertig wird oder sich so weit abhärtet, dass er gegen Krankheiten immun wird.

Für die Reizstärke gilt:

  1. kleine Reize entfachen die Lebensfunktionen
  2. gut dosierte, mittlere Reize kräftigen und fördern
  3. übergroße Reize schaden.

Grundprinzipien der hydrotherapeutischen Anwendungen und die Voraussetzung für eine richtige Regulation sind:

  1. akute Krankheitsprozesse erfordern mehr Kaltreize, chronische Krankheitsprozesse sind eher durch Wärmereize zu beheben
  2. jede Anwendung muss im Körper einen kribbelnden, wärmenden Effekt erzeugen
  3. ein Kaltreiz darf nur auf eine erwärmte Haut verabfolgt werden.

Befindet sich der Körper in einem kalten Zustand, dann verwenden wir heiße oder Wechselanwendungen, denn nur so können richtige Kneippreaktionen im Körper ausgelöst werden.

Die Kneippanwendungen

Die Kneipp’ sche Waschung

Die Kneippschen Waschungen, morgens aus dem warmen Bett heraus verabreicht, sind die mildeste Form der Kneippanwendungen. Sie beruhigen das Nervensystem, regen den Kreislauf und die Atemtätigkeit an und fördern die Hautdurchblutung. Nach jeder Waschung nicht abtrocknen, sondern schnell wieder ins warme Bett zurück, damit die Feuchtigkeit am Körper verdunsten kann und sich somit der Körper wieder sehr schnell erwärmt.

Wir verabreichen die morgendliche Waschung als Oberkörperwaschung, als Unterkörperwaschung oder als Ganzkörperwaschung.

Prinzip der Anwendung: Wir benötigen Essigwasser, 1 Teil Essig mit 3 Teilen Wasser gemischt und einen Leinenlappen. Die Waschung beginnt am rechten Arm außen, dann innen, dann erfolgt die Waschung des linken Armes, zunächst außen, dann innen, schließlich Brust, Bauch, Rücken und Beine. Der Patient wird nicht abgetrocknet, sondern sogleich ins warme Bett gepackt, damit er sich schnell wieder erwärmen kann.

Gerade die Unterkörperwaschung ist ein vorzügliches Mittel bei Schlafstörungen, bei venösen Stauungen und bei arteriellen Durchblutungsstörungen, ebenso wird sie bei häufigen Infekten erfolgreich angewandt.

Das Tautreten

Pfr. Kneipp empfiehlt bei häufiger Infektanfälligkeit und bei Schlafstörungen das morgendliche barfuß Gehen über taufrische Wiesen.

Das Grundprinzip jeder Kneippanwendung gilt auch hier: nur bei warmen Füßen darf man Tautreten, da wir ja eine Reaktion erzielen wollen.

Das Wassertreten

In jeden Haus in Bad Wörishofen und auch im Ort selber gibt es zahlreiche Wassertretanlagen, die die Kurgäste zum Wassertreten einladen. Diese einfache Maßnahme ist geeignet, Einschlafstörungen auf natürliche Weise zu beheben. Zudem fördert sie die Durchblutung der Beine, beugt venösen Beinkrämpfen vor und reguliert den Blutdruck, ebenso ist sie geeignet, bei funktionellen Stenokardien, bei Kreislaufregulationsstörungen sowie bei Kopfschmerzen. Das Wassertreten kann auch in einem Bach oder in einer Badewanne durchgeführt werden.

Nach dem Wassertreten werden trockene Wollstrümpfe angezogen, durch Bewegung werden die Beine sofort wieder erwärmt.

Die Kneipp’ schen Güsse

Die Güsse sind Kneipps ureigenste Erfindung und hervorragend geeignet bei chronischen Krankheitsprozessen. Man unterscheidet in der Kneipptherapie sogenannte Flachgüsse und Blitzgüsse. Bei Flachgüssen wird nur ein geringer Druck verwendet. Das entscheidende eines Gusses liegt darin, dass immer ein Wassermantel um die Haut gelegt wird während bei einem Blitzguss neben dem Temperaturreiz des Wassers auch ein druckmechanischer Reiz des Wasserstrahls hinzu kommt.

Mit den Güssen können wir über den sogenannten Head’ schen Zonen auch innere Organe ansprechen. Bei jedem Guss kommt es immer zu einer Mitreaktion des gesamten vegetativen Nervensystems. Wir verabreichen Güsse als kurze Kaltgüsse, als Wechselgüsse, als temperierte Güsse oder als Heißgüsse. Es kommt während eines Gusses zunächst zu einer kurzen Gefäßverengung, dann allerdings tritt die sogenannte reaktive Gefäßerweiterung ein, was zu einer vermehrten Durchblutung, zu einer Regulierung der Blutdruckverhältnisse und zu einer Harmonisierung des vegetativen Nervensystems führt.

z.B. Der Gesichtsguss
Der Gesichtsguss ist eine leichte Gussform und wird angewandt bei geistiger und allgemeiner Ermüdung sowie bei Konzentrationsschwäche. Der Guss beginnt unterhalb der rechten Schläfe, umkreist das Gesicht in Richtung Kinn, dann erfolgen einige Querstriche über die Stirn und schließlich wird der Guss durch kreisförmige Umgießung des Gesichts beendet.

z.B. Der Knieguss
Der Knieguss wird angewandt bei Stauungen im Bereich der Beine, bei Hypotonie, bei Migräne, bei Kopfschmerzen und bei Durchblutungsstörungen der Beine.

Technik: Man beginnt an der Außenseite des rechten Beines, gießt etwa eine Hand breit bis über das Knie, dort verweilt man etwa fünf Sekunden, um einen Wassermantel über dem Unterschenkel zu bilden und steigt dann mit dem Wasserstrahl an der Innenseite des Unterschenkels ab bis zur Ferse. Zum Schluss werden die Fußsohlen rechts und links begossen.

z.B. Der Schenkelguss
Der Schenkelguss hat eine blutdrucksenkende und auf die Durchblutung eine belebende Wirkung. Auf die Venen wirkt er tonisierend und wird ansonsten bei vegetativen Störungen und bei Schlafstörungen zusätzlich noch angewandt.

Bei Obstipation verwenden wir den Wechselschenkelguss zusammen mit der heißen Leibspirale. Es handelt sich bei dieser Leibspirale um eine kreisförmige, spiralförmige Umgießung des Leibes. Dieser Guss hat auch eine enorme Wirkung die Beckenorgane.

Technik: man beginnt mit der Schlauchführung am rechten Fuß außen aufwärts bis zur Leiste, dort verweilt man kurz mit dem Wasserstrahl, um einen Wassermantel um das ganze Bein zu legen. Auf der Innenseite wird dann der Schlauch wieder abwärts geführt. Zuletzt werden beide Fußsohlen begossen.

Die Bäder

Wie in der Kneipptherapie die Güsse das belebende Element darstellen, haben die Bäder eine beruhigende Wirkung. Zu jedem Kneippbad wird immer ein Extrakt aus Heilkräutern hinzu gegeben. In der Kneipptherapie kenn wir das Armbad, das Wechselfußbad, das warme Sitzbad, das kurze, kalte Halbbad und das warme Vollbad.

z.B. Das Wechselfußbad

Das Wechselfußbad eignet sich hervorragend zur allgemeinen Abhärtung, zur besseren Durchblutung der Beine, bei akuten oder chronischen Harnwegsinfekten, bei Hals- und Rachenerkrankungen und bei Kopfschmerzen.

Man benötigt hierbei zwei Gefäße, das eine wird gefüllt mit Wasser bis 40 Grad, das andere mit kaltem Wasser bis 15 Grad. Zunächst werden die Beine etwa zehn Minuten lang ins warme Wasser getaucht, dann wechselt man zehn Sekunden lang ins kalte Wasser. Daraufhin erfolgt wiederum Erwärmung im warmen Wasser bis 40 Grad. Beendet wird die Behandlung mit einer kurzen Abkühlung durch kaltes Wasser.

Eine Variation ist das ansteigende Fußbad, welches hervorragend geeignet ist bei beginnenden grippalen Infekten. Man beginnt mit einer Temperatur von 36 Grad und steigert die Temperatur bis auf 42 Grad, indem man ständig heißes Wasser hinzulaufen lässt.

z.B. Das Armbad
Das Armbad wird als kaltes Armbad, als Wechselarmbad und als ansteigend heißes Armbad verordnet.

Nach dem biologischen Rhythmus werden Kaltanwendungen vorwiegend nachmittags durchgeführt. Das kalte Armbad ist eine Behandlung, die man während eines Spaziergangs am Wege durchführen kann (in Bad Wörishofen sind rings um den Ort zwölft Wassertretanlagen installiert).

Das kalte Armbad ist geeignet bei Abgeschlagenheit, Müdigkeit, nervösem Herzjagen, körperlicher oder geistiger Erschöpfung sowie bei instabilen Blutdruckverhältnissen.

Die Technik ist einfach: man braucht ein Gefäß mit kaltem Wasser, wobei die Temperatur bei 12 Grad liegen sollte. Die Arme werden unter leichter Bewegung etwa 20 Sekunden ins kalte Wasser getaucht, bis ein sogenannter Kälteschmerzreiz auftritt. Nach dem Herausnehmen der Arme wird das Wasser von der Haut abgestreift und nachfolgend werden die Arme bewegt, um sie schnell wieder zu erwärmen.

Es gilt hierbei der Grundsatz wie für alle Wasseranwendungen: nie eine kalte Anwendung mit kalten Händen durchführen.

z.B. Halb-, Dreiviertel- und Vollbäder
Wannenbäder werden als Halb-, Dreiviertel- oder Vollbäder durchgeführt. Sie sind das beruhigende Element in der Kneipptherapie. Die Indikationsbreite erstreckt sich von Verspannungszuständen, vegetativen Beschwerden, Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates bis hin zu Schlafstörungen. Die Dauer eines Bades beträgt 15 Minuten. Nach jedem Bad erfolgt eine kurze kalte Abgießung, dann muss für eine Stunde Bettruhe eingehalten werden. Jedem Bad werden, je nach Indikation, Pflanzenextrakte beigegeben.

Eine hervorragende, belebende Wirkung hat das kurze kalte Halbbad, welches nur zehn Sekunden lang genommen wird. Es reguliert den Kreislauf, wirkt auf den Körper abhärtend und ist eine der besten Möglichkeiten, das vegetative Nervensystem wieder zu stabilisieren.

Wickel, Auflagen, heiße Dämpfe und der Heusack

Über die Wirkung der Wickel schreibt Pfr. Kneipp: „wie jeder Wickel seinen eigenen Namen trägt, so hat er auch seine eigene Wirkung. Darin stimmen alle überein, dass sie auflösen, die kranken Stoffe selber aufnehmen, ausleiten und die Natur verbessern“.

Wickel sind wegen ihrer ausleitenden und stoffwechselaktivierenden Wirkung die Therapie bei chronischen Erkrankungen. Bei der Wickelbehandlung wird der gesamte Körper (Ganzpackung) oder nur einzelne Körperteile wie Rumpf oder Extremitäten (Teilwickel) mit drei verschiedenen Tüchern eingehüllt. Unmittelbar auf die Haut kommt das feuchte Innentuch aus grobem Leinen, welches vorher in Essigwasser getaucht wurde, darüber das trockene Zwischentuch aus Baumwolle und schließlich das trockene Außentuch aus Wolle oder Flanell. Je nach behandelter Körperregion kennen wir Halswickel, Brustwickel, Leibwickel, Kurzwickel, Arm- und Beinwickel sowie Fuß- und Wadenwickel, die entweder kalt oder als heiße Wickel verordnet werden. Auch zu den Wickeln werden Essenzen wie Essigwasser oder Lehm, Heublumen, Kamille oder Eichenrinde verwendet.

z.B. Der Wadenwickel
Indikationen für einen Wadenwickel sind Schlafstörungen, Varikosis, arterielle Durchblutungsstörungen der Beine und Arthrosen der Kniegelenke.

Technik: wir beginnen mit einem nassen Leinentuch, welches in Essigwasser oder Lehm eingetaucht wird. Dieses Tuch wird straff um den Fuß oder Unterschenkel gewickelt, darüber wird das Zwischentuch aus Bauchwolle gelegt und schließlich erfolgt die endgültige Einwickelung mit einem Wolltuch. Man lässt den Wickel ca. eine Stunde wirken.

Der Heusack

Der Heusack ist eine der bekanntesten und intensivsten Behandlungen in der Kneipptherapie. Es sind dies Heublumenblüten, die in einem Leinensack, über heißem Wasserdampf erhitzt und so in heißem Zustand auf schmerzende Körperteile aufgelegt werden.

Die Indikationen für einen Heusack sind vielfältig:

  1. nicht entzündliche Verspannungszustände der Muskulatur sowie kolikartige Schmerzen der inneren Organe
  2. degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und Gelenke
  3. akute und chronische Bronchitis
  4. chronische Nieren- und Blasenentzündungen
  5. akute Lumboischialgien.

Der Heusack wird etwa eine Stunde aufgelegt, danach erfolgt – wie bei jeder Kneippanwendung – eine kurze kalte Abgießung, anschließend Bettruhe für eine Stunde.

Hyperthermie

Seit Oktober 2007 setzen wir in unserer Klinik die moderate Ganzkörperhyperthermie [= Ganzkörper- Erwärmungstherapie] mittels wassergekühlter Infrarot- A Strahlung [wIRA] nach Professor von Ardenne mit großem Erfolg ein.

Bei dieser Form der moderaten Ganzkörperhyperthermie liegt die avisierte Körperkerntemperatur zwischen 38.5 und 39,0 Grad Celsius mit dem Hauptziel einer Modulierung bzw. Aktivierung des Immunsystems. Hierbei handelt es sich um eine ausgesprochen – hautverträgliche, wassergefilterte Wärmestrahlung, deren Spektrum nahezu jenem kurzwelligen Infrarot- A- Anteil der Sonnenstrahlung, welche nach Durchdringung der wasserdampfhaltigen Erdatmosphäre die Erdoberfläche erreicht, entspricht.

Diese Strahlung hat dann nach der Filterung ein hohes Durchdringungsvermögen wasserhaltiger Medien. Da das menschliche Gewebe zu mehr als 70% Wasser enthält, ist die gewählte Wärmestrahlung somit in der Lage, tief in die Haut einzudringen.

Insgesamt handelt es sich bei dieser Form der moderaten Ganzkörperhyperthermie um eine neuartige Methode, ohne medikamentöse Zusatzbelastung des Organismus die naturgegebenen Regenerationsmechanismen im Körper zu aktivieren.

Als besonders geeignet zur Erzeugung einer Hyperthermiebehandlung erweist sich die Nutzung von Infrarot und hier insbesondere der kurzwellige Anteil (Infrarot A).

Die Infrarot A- Hyperthermiebehandlung ist deutlich weniger thermisch belastend/ stressend als andere systemische Hyperthermie-Verfahren, wie z. B. Überwärmungsbäder/Moorbäder und kann im Gegensatz zur Hochfrequenzelektrotherapie auch bei Metallimplantat- und Herzschrittmacherträgern eingesetzt werden.

Als Hyperthermie-Anlage nutzen wir die im offenen Design (keine Platzangst der Patienten) gestaltete Einheit IRATHERM 1000 des Ardenne-Institutes für Angewandte Medizinische Forschung Dresden.

Durch das in dieser Einheit genutzte Prinzip der Wasserfilterung wird reines, kurzwelliges Infrarot A erzeugt, mit dem Effekt der beschleunigten Körpererwärmung (Behandlungszeitreduktion auf ca. 40 Minuten mit Erwärmungs- und Wärmestauphase) und Reduktion des thermischen Stresses.

Bei gegebener fachtherapeutischer Aufsicht werden laufend, vermittels Gerätüberwachungseinheit, die Körpertemperatur, die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung und die Strahlerleistung registriert.

Wie wirkt generell eine Ganzkörpererwärmungstherapie durch wassergekühlte Infrarot- A- Strahlung?

  • Durchblutungssteigerung in Organen und Geweben mit der Folge einer Veränderung und Verbesserung zellulärer Schutzmechanismen
  • Stoffwechselbeschleunigung
  • Anregung des Hormonsystems
  • Chronische Entzündungen können akut therapeutisch angegangen und aufgedeckt werden
  • Reduzierung des Muskeltonus (Herabsetzung von Muskel- Spannungs- Zuständen)
  • Beschleunigung der Nervenreizleitung

Die Kneippschen Stiftungen bieten Ihnen mit der milden wassergefilterten Infrarot A- Hyperthermiebehandlung eine innovative und sehr gut verträgliche Form der Wärmetherapie auf hohem wissenschaftlichem Niveau z. B. für chronische Schmerzzustände (wie Fibromyalgie) an.

Mögliche Indikationen:

  • Adjuvant/ unterstützende Maßnahme in der Therapie von Krebserkrankungen; Wirksamkeit von Bestrahlung und Chemotherapie wird deutlich intensiviert
  • Chronische Rückenschmerzen, chronische Beschwerden der Muskulatur, insbesondere Fibromyalgie, chronische Schmerzsyndrome
  • Arthrosen und Rheumatische Erkrankungen
  • psychovegetative Erschöpfungssyndrome
  • Z.n. Borreliose
  • Migräne
  • Rheumatische Erkrankungen (degenerativ und subakut entzündlich)

Phytotherapie/ Pflanzenheilkunde

"Je länger ich mich mit den Kranken abgebe, umso klarer wird mir, dass Gott, der Schöpfer aller Dinge, uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat."

Für Sebastian Kneipp, auf den diese Aussage zurückgeht, war die Heilpflanzenkunde eine der fünf Säulen seiner Therapie. Er hinterließ uns viel Wissenswertes über Heilpflanzen, wobei er auf ein Jahrhunderte- bzw. Jahrtausendealtes Wissen, von Generation zu Generation weitergereicht, zurückgreifen konnte. Die Heilpflanzenkunde ist die älteste Therapie der Menschheit. Sie war in früheren Zeiten die wichtigste den Menschen zur Verfügung stehende Heilmethode. In den meisten Ländern, v.a. außerhalb Europas ist sie es auch in heutiger Zeit noch. Mittlerweile haben die modernen Wissenschaften das Wissen über Heilpflanzen noch erweitert und vielfach auf einen soliden rationalen Boden gestellt. Die moderne Phytotherapie ist eine Synthese tradierten, bewährten Heilpflanzenwissens und moderner Forschung pflanzlicher Stoffe.

Die Phytotherapie ist trotz den Errungenschaften der modernen Medizin im europäischen Raum von großer Aktualität. Das Verlangen nach einer nebenwirkungsarmen Therapie war nie so groß wie jetzt. Heilpflanzen und die daraus hergestellten Produkte – Tees, Presssäfte, Extrakte, Tinkturen sowie pflanzliche Fertigarzneien - bieten sich für eine Vielzahl von Beschwerden und Krankheitsbilder an, insbesondere natürlich für solche für die eine adäquate Therapie mit chemisch- synthetischen Präparaten nicht existiert oder mit deutlichen Nebenwirkungen verbunden ist.

Prädestiniert für eine alleinige oder begleitende Therapie mit Heilpflanzen sind beispielsweise funktionelle Beschwerden des Magen- Darm- Traktes, wie Reizmagen- und Reizdarm- Syndrom, Atemwegserkrankungen oder auch Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Ein großer Vorteil der Phytotherapie ist die Möglichkeit individuell den Beschwerdekomplex oder das Krankheitsbild eines Patienten behandeln zu können. Die vielfältigen Wirkungen einer Heilpflanze und deren Kombination in unterschiedlichsten Rezepturen ermöglichen eine punktgenaue individuelle Therapie.

Homöopathie

Die Homöopathie als Therapieform geht zurück auf den Arzt, Chemiker und Apotheker.

Samuel Hahnemann (1755-1843). Der aus dem griechischen stammende Begriff "Homöopathie" kann in etwa mit "ähnlichen Leiden" übersetzt werden. Die Homöopathie ist eine eigenständige Therapieform mit klar definierter Vorgehensweise. Sie beruht auf dem Leitsatz „Similia similibus curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Dies bedeutet, dass eine homöopathische Arznei bei einem gesunden Menschen bestimmte Krankheitssymptome hervorrufen kann. Wenn nun ein Kranker ähnliche Symptome hat wie die, welche von der Arznei beim Gesunden hervorgerufen werden, so kann dieses Arzneimittel seine Krankheit heilen. Verwandt werden die unterschiedlichsten Substanzen, Pflanzen, Metalle, tierische Ausgangstoffe, etc., die verdünnt und potenziert, eine Verschüttelung, werden. Es existieren über 2000 homöopathische Arzneimittel.

Die Intention der Homöopathie ist die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren, umso den jeweiligen Krankheitsprozess zu überkommen. Krankheit wird hierbei nicht als ein isoliertes, nur ein Organ betreffendes Geschehen betrachtet, sondern als eine den gesamten Organismus betreffende Störung. In einer homöopathischen Therapie steht dementsprechend ein ausführliches Gespräch, die Anamnese, im Vordergrund in dem umfassend auf das körperliche, seelische und geistige Befinden sowie biographische Daten eingegangen wird. Diesen Informationen entsprechend wird das deckungsgleiche homöopathische Medikament ausgesucht, umso den Menschen zur Gesundung zu verhelfen. Behandelbar sind sämtliche Befindlichkeitsstörungen, funktionelle Beschwerden oder manifeste Krankheiten, auch ergänzend zu einer schulmedizinischen Therapie.

Neuraltherapie

Was ist Neuraltherapie?

Bei der Neuraltherapie werden Krankheiten und Schmerzzustände mittels Injektionen (Einspritzungen) von Lokalanästhetika behandelt. Dies sind Medikamente, die eine Körperregion für kurze Zeit örtlich (lokal) schmerzunempfindlich (anästhesiert) machen. In der Schulmedizin werden Lokalanästhetika vor allem bei Operationen und kleineren Eingriffen (zum Beispiel beim Nähen einer Wunde) verwendet. Dies hat den großen Vorteil, dass die behandelte Person während dem Eingriff wach bleiben kann und trotzdem keine Schmerzen verspürt.

Die Neuraltherapie benutzt die Lokalanästhetika im Gegensatz zur Schulmedizin nicht nur, um das Symptom «Schmerz» auszuschalten, sondern auch um die Ursache von Schmerzen und anderen Beschwerden zu ergründen und zu heilen.

Philosophie / Entstehungsgeschichte

Das erste Lokalanästhetikum (Novocain) wurde 1905 entdeckt. Zwanzig Jahre später bemerkte der Arzt Ferdinand Huneke zufälligerweise, dass man mit Lokalanästhetika nicht nur Gewebe schmerzunempfindlich machen, sondern Schmerzen auch endgültig heilen kann. Zusammen mit seinem Bruder Walter Huneke arbeitete er das Verfahren der sogenannten Heil-Anästhesie aus. 1940 beobachtete Ferdinand Huneke zum ersten Mal das sogenannte «Sekundenphänomen»: Bei einer Frau, die er monatelang erfolglos wegen ihrer starken Schulterschmerzen behandelt hatte, spritzte er ein Lokalanästhetikum in eine entzündete Wunde am Fuß. Schlagartig verschwanden die Schulterschmerzen. Daraus schloss Huneke, dass es örtlich begrenzte Reizzustände (sogenannte Störfelder) im Körper geben muss, welche die Fähigkeit haben, über die Reizung von Nervenbahnen in einer anderen Körperregion Krankheiten und Schmerzen zu unterhalten. Gleichzeitig hatte er ein Mittel gefunden, wie man derartige Krankheiten heilen konnte. Huneke ging von drei Lehrsätzen aus:

  1. Jede chronische Krankheit kann durch ein Störfeld bedingt sein.
  2. Jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden.
  3. Die Injektion eines Lokalanästhetikums in das Störfeld heilt die störfeldbedingte Krankheit.

Huneke stellte auch fest, dass zwischen der Entstehung eines Störfeldes und der Auslösung einer störfeldbedingten Erkrankung viele Jahre vergehen können.

Wie wird die Neuraltherapie eingesetzt?

Bevor der Therapeut mit der Neuraltherapie beginnt, befragt und untersucht er den Patienten ganz genau, um herauszufinden, wo im Körper das Störfeld sitzt. Dabei achtet er ganz besonders auf Narben und auf das Gebiss.

In der Folge injiziert der Arzt dem Patienten ein Lokalanästhetikum. Dabei stehen ihm folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Lokale Behandlung: Injektion direkt in die schmerzende Stelle.
  • Segment-Therapie: Injektion in das zur schmerzenden Stelle gehörende Segment (Körperteil).
  • Störfeld-Therapie: Injektion in ein vermutetes Störfeld.
  • Injektion in eine Nervenschaltstelle, ein sogenanntes Ganglion.
  • Injektion in ein venöses Blutgefäss (intravenöse Injektion).

Durch die Injektion wird die störfeldverdächtige Stelle für eine Weile vom Rest des Körpers abgekoppelt. Dadurch fallen die Beschwerden, welche das Störfeld eventuell an einer anderen Körperstelle verursacht, schlagartig weg. Manchmal kommt es vor, dass die Beschwerden schon nach einer Behandlung behoben sind. Meistens muss sich der Patient jedoch wiederholt der Neuraltherapie unterziehen, bis seine Beschwerden geheilt oder dauerhaft verbessert sind.

Wann ist Neuraltherapie geeignet?

Die Neuraltherapie ist besonders geeignet zur Behandlung von Erkrankungen, die durch eine fehlerhafte Körperregulation zustande kommen. Das heisst, dass die Neuraltherapie bei Funktionsstörungen der Organe helfen kann, nicht aber bei bereits durch die Krankheit zerstörten Strukturen. Die Neuraltherapie wird vor allem zur Behandlung von fast allen akuten Schmerz- und Entzündungszuständen eingesetzt, im besonderen bei:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Mittelohrentzündungen
  • Nasennebenhöhlenentzündung oder Schnupfen
  • Chronischen Mandelentzündungen
  • Gelenkbeschwerden (zum Beispiel Arthrose, Hexenschuss, Ischias)
  • Rückenschmerzen
  • Narbenschmerzen
  • Schmerzzuständen nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen
  • Schmerzzuständen bei Krebsleiden

Ausleitende Therapieverfahren

Baunscheidt-Behandlung

Die Ausleitung kommt bei dieser Methode über einen künstlich erzeugten Hautausschlag zu Stande. Dieser Hautausschlag wird durch Zusammenwirken zweier Komponenten provoziert, das erstmals durch den deutschen Mechaniker Carl Baunscheidt (daher der Name des Verfahrens) beschrieben wurde: Die Haut wird durch Nadelstiche geringfügig verletzt; die Nadelstichstellen werden mit einem hautreizenden Öl eingerieben. Zur Stichelung erfand Baunscheidt den so genannten Lebenswecker.

Dieser Lebenswecker zeichnet sich durch 33 feine Stahlnadeln in einer kreisförmigen Scheibe aus, die mittels einer Spiralfeder auf- bzw. abbewegt werden können. Das Gerät ist so konstruiert, dass die Nadeln nicht tiefer als 1 bis 2 mm in die Haut eindringen. Nun werden die Nadelstichstellen mit dem hautreizenden Oleum Baunscheidtii eingerieben, das einen intensiven Heilausschlag provoziert. Die behandelten Stellen werden nun mit einem Verband abgedeckt, der nach einem Tag wieder entfernt wird. Dann soll sich zum Zeichen des äußeren Erfolges ein kleinpustulöser1 Ausschlag zeigen.

Baunscheidt-Anwendungen können rheumatische Beschwerden oft sehr rasch bessern bzw. beseitigen und innere Organe über bestimmte Hautareale beeinflussen.

Blutegel-Therapie

Die Blutegel-Behandlung stammt aus der Volksmedizin und wird in Europa erstmalig um 200 v. Chr. erwähnt. Die 2 - 4 cm großen Verwandten des Regenwurms tragen drei Kiefer, die mit scharfen Zähnen besetzt sind und deren Bisswunde die Form eines dreizackigen Sterns hat. Blutegel (Hirudo medicinalis) beißen eine millimetergroße Wunde in die Haut. Sobald sie sich vollgesogen haben, fallen sie von selbst wieder ab. Die Wirkung der Blutegel-Therapie ist auf den Blutverlust und die speziellen Blutegelwirkstoffe zurückzuführen. Das von den Blutegeln abgesonderte Hirudin wirkt nicht nur an der Bissstelle, sondern insgesamt entzündungs- und gerinnungshemmend. Andere Blutegelwirkstoffe haben durchblutungsfördernde Eigenschaften. Durch den Blutverlust (ca. 10 ml) und die mehrere Stunden andauernde erwünschte Nachblutung (ca. 20 - 40 ml) kommt die Wirkung eines sehr sanften Aderlasses hinzu.
So wirkt die Blutegel-Therapie insgesamt blutreinigend, gerinnungs- und entzündungshemmend, entgiftend, entstauend und krampflösend. An der Bissstelle kommt es zum Abfluss entzündlicher Flüssigkeitsansammlungen. Es werden also Gifte und Stoffwechselschlacken ausgeleitet.

Schröpfen

Auch das Schröpfen hat eine uralte Tradition, so gibt es Überlieferungen aus dem alten Ägypten und dem klassischen Griechenland.

Das Schröpfen ist - wie der Aderlass, die Baunscheidt-Behandlung und die Blutegel-Behandlung - ein Ausleitungsverfahren. Darüber hinaus ist es aber auch eine Reflextherapie (bestimmte Areale der Haut können Organe bzw. Organsysteme reflektorisch beeinflussen). Glocken aus Glas werden auf bestimmte Hautbezirke (Schröpfreflexzonen) des Rückens gesetzt; erzeugt man in ihnen einen Unterdruck (Abpumpen oder Erwärmen der Luft), wölbt sich die Haut in das Glas hinein und wird dadurch stark durchblutet. Das Blut wird also in die Haut gesogen (trockenes Schröpfen) und fließt, nach vorherigem Einritzen der Haut, nach außen ab (blutiges Schröpfen). Schröpfen wirkt nicht nur lokal (z. B. bei Schmerzen), sondern kann über viszerokutane Reflexe2 auch auf innere Organe Einfluss nehmen. So können funktionelle Störungen und Erkrankungen unterschiedlicher Organsysteme positiv beeinflusst werden.

Fastentherapie / Ernährungstherapie

F. X. Mayr-Fasten

DieMayr-Fastenkur geht auf die erstaunlichen Behandlungserfolge desösterreichischen Arztes, Dr. Franz Xaver Mayr (1897 – 1965) zurück. BeiDr. Mayr ist die Ursache, die bei einem Menschen im wesentlichen über„Gesundsein“ oder „Kranksein“ entscheidet, in seinem Verdauungssystembegründet.

Dr. Mayr war davon überzeugt, dass Krankheiten undBeschwerden eine Folgeerscheinung der gestörten Körpersäfte seien. Dermenschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Körpersäften: Blut,Lymphe, Galle.

Doch nicht nur die Form (Zusammenstellung) derErnährung, sondern auch die Art, wie man sie zu sich nimmt, die Größeund Anzahl der Mahlzeiten, schädigen die Körpersäfte. Die Körperzellenwerden von den Körpersäften umspült und, wenn diese gestört sind,werden auch die Körperzellen geschädigt. Dadurch entstehen dannverschiedenartige Erkrankungen. Der moderne Mensch ernährt sich falsch:

  • zu viel,
  • zu oft,
  • zu hastig,
  • zu spät am Abend und vor allem ohne die nötige Ruhe und Einkehr.

HeutigeErnährungswissenschaftler werden noch hinzufügen: der Mensch ernährtsich zu süß, zu salzig, zu fett, zu wenig Ballast- und Faserstoffe.Hinzu kommen noch die „Errungenschaften“ einer modernen Industrienationwie Pestizide, Herbizide, Fungizide und Insektizide, die als Rückständeunsere Nahrung belasten.

Als Arzt achtete Dr. Mayr beinaheausschließlich auf eine gesunde Ernährung, vor allem auf mäßiges Essenund Trinken. Aufgrund seiner Auffassungen und Erfahrungen entwickelteer eine Ernährungstherapie, beinahe eine Ernährungslehre.

Durchdie Mayr- Kur wird die tägliche Selbstvergiftung schlagartigunterbrochen. Im Vordergrund stehen die drei magischen Mayr’schen „S“:

  1. Schonung durch die weitestgehende Ruhigstellung des Verdauungssystems durch Zurückhaltung beim Essen.
  2. Säuberung der Verdauungswege (mit abführendem Bitter-, Glaubersalzoder F. X. Passage SL); die Verdauungsstrecke wird in ihrer ganzenLänge durchrieselt und unerwünschte Ablagerungen, Rückstände,Stoffwechselreste, Bakterienausscheidungen u. ä. werden mitgerissen,
  3. Schulung des Darmes (durch Trainieren des bewussten Kauens undEinspeichelns der Nahrung, spezielle Bauchmassage und die Vermittlungdes Basiswissens einer gesunden Ernährungsweise).

Bei gewissenhafter Beachtung der drei magischen „S“ wird der Fastende sich schnell der drei „E“ erfreuen können:
Entgiftung, Entschlackung und Entsäuerung an Körper, Geist und Seele.

Indikationen:

  • Verdauungsstörungen
  • Chronische Erkrankungen von
    • Bauchspeicheldrüse
    • Darm
    • Galle
    • Leber
    • Magen
  • Übergewicht
  • chronische Verstopfung
  • Arteriosklerose
  • Entzündliche und degenerativ rheumatische Erkrankungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • chronische Harnwegsinfektionen
  • Gicht
  • Asthma bronchiale
  • klimakterisches Syndrom
  • Raucherentwöhnung
  • Hauterkrankungen (Ekzeme, Psoriasis usw.)
  • Allergien
  • vegetative Störungen
  • Gereiztheit und Nervosität
  • Antriebsarmut, Lustlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • zu hoher und zu niedriger Blutdruck
  • erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte
  • Schwindelzustände
  • Glaukom, grüner Star
  • zur allgemeinen Regeneration und Revitalisierung
  • als Altersbremse (Anti- Aging)

Kontraindikationen:

  • Kachexie (Auszehrung, Unterernährung)
  • dekompensierte Hyperthyreose (schwere Überfunktion der Schilddrüse)
  • Anorexie nervosa (Magersucht)
  • fortgeschrittene Leber- und Niereninsuffizienz
  • keine Motivation
  • Altersdemenz
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Durchführung:

EineMayr-Kur sollte drei Wochen oder länger dauern. Zu Beginn steht eineausführliche Diagnosestellung nach den strengen Mayr’schen Kriterien:Bauchform, Körperhaltung, humoraldiagnostische Zeichen und derallgemeine gesundheitliche Status. Entsprechend der Diagnose wird einMilchsemmel- oder Teesemmel- Fasten festgelegt.

Das Heilfastenist eine ernst zu nehmende Therapieoption für vieleZivilisationskrankheiten und ein geeignetes Mittel zur Vorbeugung .

Bauchbehandlung nach F. X. Mayr

Diebekannteste Naturheilmethode der Menschheit ist das Fasten. Immer mehrMenschen, ob korpulent oder nicht, entdecken die fantastischenWirkungen des Heilfastens. Die positiven Effekte sind sicher auf dieeingeschränkte Nahrungsaufnahme und damit auf die Entlastung desDarmtraktes zurück zu führen. Um jedoch den vollen Erfolg einerFastenkur sicher zu stellen, ist eine ärztliche Bauchbehandlungunbedingt anzuraten. In der Tat ist die Bauchbehandlung einunentbehrlicher Bestandteil des Heilfastens.

Durch das Auflegender Hände auf den Bauch des Patienten, die intensive Berührung undschließlich durch eine spezielle Streichel- und Massagetechnik wirdeine tiefgehende Reinigung des Darms bewirkt (ohne Reinigung keineHeilung!), der Entgiftungsprozess gefördert, die in der Bauchregiongelegenen Organe (Dünn- und Dickdarm, Gallenblase, Leber, Milz, Blaseusw.) werden intensiver durchblutet, die Produktion der Verdauungssäftewird angeregt, der Regenerationsprozess in den Magen- undDarmschleimhäuten wird unterstützt, der Lympheabfluss verstärkt.Während der Bauchbehandlung werden bestimmte Zonen und die Meridiane imBauchbereich reflektorisch beeinflusst. Der gesamte Körper wird dadurcherwärmt, das Immunsystem gestärkt, das Kreislaufsystem stabilisiert,der Atemvorgang harmonisiert und vertieft.

Doch sind dieheilsamen Effekte der Bauchmassage nicht nur auf der körperlichen Ebenezu verzeichnen. Auch auf der geistig- seelischen Ebene entfaltet eineregelmäßige Bauchbehandlung während des Heilfastens vielfacherstaunliche Wirkungen, wohl zurück zu führen auf die oft „stilleKommunikation“ zwischen Behandler und dem Fastenden und dieenergetische Harmonisierung im Kopf- Bauch- Bereich des Patienten.Unruhe, Nervosität und sonstige Stresssymptome werden deutlichabgeschwächt; verdrängte, verborgene Gefühle tauchen auf und könnenverarbeitet werden. Emotionen werden viel deutlicher wahrgenommen undals wesentlicher Aspekt der eigenen Person angenommen. "Wer fühlt, derlebt“.

Deshalb kann die Bauchbehandlung nicht nur beim Heilfasten,sondern auch bei der Therapie verschiedensten Krankheiten undpsychosomatischen Disharmonien mit Erfolg eingesetzt werden.

Menschendenken unentwegt. Der Gedankenfluss ist kaum anzuhalten. Das Gehirnkommt nicht zur Ruhe. Ein ständiges Übergewicht an Energie imKopfbereich ist die Folge. Fernöstliche Weisheitslehrer wissen, dassdie innere Energie regelmäßig durch Lenkung der Aufmerksamkeit in denBauchbereich geführt werden muss, vor allem vor dem Einschlafen undnach Perioden geistiger Anspannung. Leider wird das Hinlenken derinneren Energie nach unten in den Bauch nicht praktiziert. Soverursacht das „obere Fülle- und untere Leere- Syndrom“ sehr oftgeistige Unruhe, Migräne, Schlaflosigkeit, Tinnitus, Bluthochdruck,Übergewicht, Ängste, Depressionen usw.

Eine Bauchmassage kann dabeihelfen, das Bewusstsein auf die Körpermitte zu lenken und ersteErfahrungen zu machen, wie es ist, wenn der Kopf frei ist und sich imBauchbereich ein Wohlgefühl einstellt, ein intensives, strahlendesEmpfinden. Ein regenerativer Prozess wird in Gang gesetzt. Der Patientwird auch entdecken, dass Gesundheit und natürliche Schönheit ausseiner Mitte hervorgehen. Ist nicht der Schlüssel zum ewigen Rätsel des„Aging“ und „Anti- Aging“ tatsächlich in unserem Bauch zu finden?

Buchinger -Fasten

Fastennach Dr. Buchinger als ganzheitliche Methode bedeutet umfassendeGesundheitsvorsorge und Selbstreinigung des Körpers, die diesenleichter, freier und gesünder macht, dem Geist große Elastizität gibtund die Seele beschwingt.

Das Saft- Fasten beginnt zum Beispielmorgens mit Tee und Honig, mittags frisch zubereiteten Gemüsebrühen,abends nochmals Gemüsebrühe oder Gemüsesäften. Dies alles versorgt denKörper mit basischen Valenzen (Wertigkeiten). Alternativ kommt auchObstsaft in Frage. Obstsäfte sind durch ihre Säure gerade für Patientenmit empfindlichem Magen- und Darmtrakt oft nicht so gut verträglich.Auch bei Rheuma- Patienten sollte davon abgesehen werden, da die Säureim Obst rheumatische Beschwerden häufig noch verstärkt.

Dr.Buchinger bezeichnete das Fasten als den „Königsweg der Heilkunst“. Erwusste, dass vor allem chronische Krankheiten durch Fasten geheilt oderzumindest gelindert werden können. Das Ziel des Fastens ist dasAbwerfen von Ballast, in Fluss zu kommen, die eigene Mitte zu findenund durch Bewusstwerden ins Gleichgewicht zu gelangen. Die Haut wirdreiner, straffer und schöner. Der Geist wird ruhiger. Körperübungen,Kneipp’sche Güsse, täglich kleine Wanderungen in der Natur, Vorträge amAbend, Gespräche und gemeinsame Meditationsübungen ergänzen das Fastenund können uns anregen,

  • wieder zu uns selbst zu finden,
  • wertvolle Erfahrungen zu machen,
  • uns neu auszurichten,
  • den Seelenfrieden zu erlangen,
  • unsere Essgewohnheiten zu überdenken und
  • auf den Weg einer naturgemäßen und gesünderen Lebensweise zu kommen.

Fastensollte immer ein Akt neuer Motivation sein. Deshalb wäre es auch fürden gesunden Menschen sinnvoll, zweimal jährlich vorbeugend eine Wocheoder zehn Tage zu fasten. Dies ist nicht nur eine wirksame Vorbeugunggegenüber Erkrankungen, sondern erhöht auch die persönlicheZufriedenheit.

Bewegungstherapie

Fit bleiben oder werden, die Kneipp’sche Bewegungstherapie

Bewegung ist Leben – Leben ist Bewegung!

Da wir ab ca. dem 50. Lebensjahr jährlich ungefähr 0,4% unsererMuskelmasse verlieren, kann man nicht früh genug dagegen anarbeiten. In den Kneipp’schen Stiftungen gibt es ein umfangreiches Angebot, welches Einzel- und Gruppenaktivitäten beinhaltet.

Einzeltherapie

Sind hier individuell angepassten krankengymnastische Behandlungen an dieErkrankung, an die muskulären Defizite oder bei z.B. nach Operationen(z.B. nach Knie- und Hüftgelenksersatz). Dies sind allekrankengymnastische Behandlungen, z.B. auch cranio-sacrale,Schlingentischanwendung, Atemtherapie, Bewegungsbäder, Dorntherapie usw.

Gruppentherapie

DieGruppentherapien haben verschiedene Schwerpunkte wie z.B. beiRückenproblematik. Hier werden die Rückenschule und Pilates angeboten. DesWeiteren gibt es für Herzpatienten 2 Herzsportgruppen, einmal dieAufbaugruppe (hier zu empfehlen Frischoperierte) oder diefortgeschrittene Gruppe. Auch wird eine Gefäßsportgruppe fürArterien- und Venenerkrankte angeboten. Oder diejenigen, die Prophylaxediesbezüglich durchführen möchten. Des Weiteren gibt es Gruppenfür das allgemeine Muskeltraining und zur Steigerung der Ausdauer. Hieru.a. Morgen- und Wassergymnastik sowie Ergometertraining, welches sicheignet für Herz-Kreislauf-Training sowie zur Gewichtsoptimierung. Im Bereich der musikalischen Bewegungstherapie bieten die kneipp’schenStiftungen den orientalischen Tanz oder Perkussion zum Ausprobieren fürKörper und Seele.

Ordnungstherapie

Psychotherapeutisches Angebot (in Einzel- und Gruppentherapie):

Im Rahmen der Verhaltenstherapie fließen, je nach individuellen Gegebenheiten, zusätzlich andere therapeutische Ansätze mit ein. Hervorzuheben sind der humanistische Ansatz mit dem Ziel der Förderung und Entwicklung des eigenen Potentials und Wachstums, sowie der Existenzialistische Ansatz bei dem die Bedeutung von Sinn und Erfüllung eine zentrale Rolle spielt. Selbstverständlich kommen aber auch Familiensystemische, Tiefenpsychologische, Hypnotherapeutische und Körpertherapeutische Elemente zum Einsatz. Falls notwendig und erwünscht, kann die Psychotherapie auch medikamentös unterstützt werden, wobei dies in der Regel nur eine symptomatische, nicht ursächliche Behandlung darstellt und die Psychotherapie lediglich ergänzt.

Chirotherapie

Die Chirotherapie ist eine sehr alte, erfolgreiche Behandlungsmethode, bei der die Diagnostik und Behandlung mit der Hand erfolgt. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten noch erheblich verbessert und gehört heute zu den schonendsten medizinischen Behandlungsmethoden.

Behandelt werden „Blockierungen“ der Wirbelsäule und der Gelenke. Diese Blockierungen können vielfältige Beschwerden an den verschiedensten Körperstellen hervorrufen. Dabei kann die Ursache an ganz anderer Stelle liegen als die Beschwerden. Dies erklärt auch, warum es häufig vorkommt, dass Patienten jahrelang erfolglos behandelt wurden, ehe ihnen schließlich von einem Chirotherapeuten geholfen werden konnte.

Leider ist nämlich auch in Fachkreisen das Wissen über die Chirotherapie noch nicht genügend verbreitet, obwohl es sich um eine anerkannte medizinische Methode handelt.

Auch jahrelang bestehende Beschwerden können verschwinden nach Lösen der meist zahlreichen Blockierungen. Dies kann schon nach der ersten Behandlung sein; es kann aber auch sein, dass – vor allem bei den lange bestehenden Blockierungen – mehrere Behandlungen nötig sind. Die Ursachen für die Blockierungen sind vielfältig; beispielhaft erwähnt seien Zwangshaltungen und unkontrollierte Bewegungen.

Was ist Chirotherapie?

Die Chirotherapie ist nichts anderes als die Behandlung von rückbildungsfähigen Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke durch Handgriffe – also eine echte Behandlung in engeren Sinn. Die Diagnose erfolgt durch genaue Untersuchung von Hand, wobei der erfahrene Chirotherapeut sofort die Problemzonen ertastet.

Nach unseren heutigen Erkenntnissen ist die Ursache eine Reflexstörung, die von den sogenannten Nocizeptoren – Empfängerorganen, die vor Schaden schützen – der Wirbelsäule, meist der kleinen Wirbelgelenke ausgeht. Ein solches Geschehen bezeichnen wir als Blockierung.

Blockierungen gibt es nicht nur bei der Wirbelsäule, sondern auch an den Gelenken. Auch diese Blockierungen können Beschwerden hervorrufen, die man nicht unbedingt vermuten würde.

Sehr oft bestehen Blockierungen schon sehr lange, manchmal sogar seit der frühesten Kindheit. Da Blockierungen nur durch chirotherapeutische Untersuchungsmethoden zu erkennen sind, ergeben sich daraus leider viele Fehldiagnosen und für sehr viele Patienten lange Leidenswege.

Wann soll Chirotherapie angewendet werden?

Die Chirotherapie ist keine Allheilmethode, aber es gibt sehr viele Krankheitsbilder, die von der Wirbelsäule kommen, und an die man nicht denkt.

Halswirbelsäule:

  • Kopfschmerzen,
  • Hörstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus),
  • Schmerzausstrahlungen in die einzelnen Trigeminusäste im Gesicht,
  • fortgeleitete Beschwerden in die Schulter, Tennisellbogen (Epicondylopathie) – oft als alleinige Ursache oder in Kombination –, und

Brustwirbelsäule:

  • Schulterschmerzen,
  • ein- oder beidseitige Schmerzen zwischen den Rippen (Intercostalneuralgie),
  • Funktionelle Herzbeschwerden,
  • Störungen der Atmung (Asthmatiker),
  • Magen- und Verdauungsstörungen.

Lendenwirbelsäule und Kreuzbein-Darmbeinfuge:

  • Schmerzen in der Nierengegend,
  • Darmkrämpfe, Unterleibsbeschwerden bei Frauen,
  • sogenannte Leistenzerrung,
  • Hüftbeschwerden,
  • Schmerzen am hinteren Oberschenkel,
  • unklare Bein- oder Kniebeschwerden,
  • Fußbeschwerden, insbesondere Fersenschmerz.

Wie stellt der Chirotherapeut eine Blockierung der Wirbelsäule fest?

Wichtige Hinweise ergeben sich bereits bei der Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese). Die Krankengeschichte kann bereits auf eine Blockierung hinweisen. Wichtig sind Angaben über Schmerzen, die wechselnd in Verbindung mit bestimmten Bewegungen auftreten. Die Schmerzen nehmen bei aktiver Tätigkeit eher ab, sind oft völlig verschwunden, besonders während des Tages.

Daran schließt sich eine allgemeine Untersuchung der Wirbelsäule, einschließlich der Gelenke und Reflexe, an.
Ganz wesentlich ist die Prüfung des Gelenkspiels, die bereits wichtige Hinweise auf eine Blockierung gibt. Ein normales Gelenkspiel hat einen elastischen Anschlag, während bei einer Blockierung die passive Bewegung abrupt endet, so, als ob man gegen eine Wand stößt. Gleichzeitig stellt man meistens eine verminderte Beweglichkeit fest.

Wollen auch Sie Ihren Gesundheitsurlaub im Ursprungsort der Kneipp Lehre verbringen und Kneipp Therapien und Medical Wellness in Bad Wörishofen genießen? Dann senden Sie noch heute Ihre unverbindliche Anfrage an das freundliche und kompetente Team im Medical Wellness Center Kneippianum. Werfen Sie auch einen Blick auf die attraktiven Pauschalangebote für Ihre Kneipp Therapie im Kneippianum in Bayern.


Navigieren Sie hier:


Kneippianum . KneippSPA . Gesundheit . Angebote & Preise . Spenden . Bad Wörishofen . Kontakt & Service

Kneippianum