Tropfen der Wohltat: Raindrop-Massage – Glück, feindosiert

Aufrufe

1302
Raindrop-Massage im Kneippianum, Jochen Reisberger. ©Susanne Baade

Die Anwendungen. Fern von jeder Lexikon-Lyrik wollen wir in KNEIPP LIEBT DICH, dem Blog des Kneippianums, einige der Anwendungen beschreiben, die im Haus angeboten werden. Die Raindrop-Massage funktioniert ganz anders als der Name vermuten lässt – nicht Wasser prasselt auf einen nieder, sondern feine Tropfen hoch konzentrierter Essenzen. Eine Anwendung, die so nur selten angeboten wird. Zum Beispiel im Kneipp Spa…

Raindrop-Massage-Kneippianum©SBaade-2

Die Idee dahinter ist ganz einfach, sagt Spa Manager Jochen Reisberger, und er reicht uns eine schmale Holzstiege, in der rund 20 kleine Fläschchen stehen. Auf den bunten Etiketten – in Pink, Gelb, Grün, Braun, Blau, Dunkelblau, Hellblau, Blassblau, Ultramarinblau und noch weiteren Schattierungen – lesen wir den Namen einer Pflanze. Darunter der Hinweis: „100 Prozent reines, ätherisches Öl“. Man schraubt vorsichtig den Verschluss des Fläschchens auf, hält die Nase darüber und lässt die Kraft des Duftes auf sich einwirken. Dessen Reinheit ist umwerfend. „Das Öl“, so nun der Spa Manager, „wird in weichen, streichenden Bewegungen in die Haut einmassiert – und entfaltet da seine Wirkung.“

Die Raindrop-Massage ist eine der Anwendungen, die ihren Ursprung nicht in der Kneipp’schen Lehre haben. Dennoch passt der Ansatz perfekt zu Kneipp. Denn er basiert auf energetisierenden Ritualen der Lakota-Indianer. Dieser Stamm des Sioux-Volks hat einige berühmte Männer hervor gebracht wie Sitting Bull, Touch the Clouds, Rain in the Face und Crazy Horse. Vor allem aber lebten die Lakota eine Mystik, die heute noch viele Menschen inspiriert, und die auch zum Weltverständnis Kneipps passt – danach hat jedes Wesen der Erde eine Seele, auch jeder Baum, jeder Stein, der Fluss, der Himmel, die Sonne.

Dieser stark ausgeprägten Natur-Mystik fühlen sich die Hersteller der Essenzen verpflichtet. Diese enthalten keinerlei Zusatzstoffe, sind reine – von Vergänglichkeit bedrohte – Reduktionen des Originals. Und wer je die Möglichkeit hatte, etwa die von Sommeliers für Bestimmungs-Tests gern verwendeten künstlichen Aromen zu riechen, und im Vergleich dann diese natürlichen Essenzen unter die Nase hält, wird verblüfft sein von der Wucht des Unterschieds. Es ist eine Welt. Und das soll auch der Körper spüren.

Raindrop-Massage im Kneippianum, Jochen Reisberger. ©Susanne Baade
raindrop-massage-Kneippianum©SBaade
Raindrop-Massage-Kneippianum©SBaade-4
 
Einer der ersten Orte, an dem man dies zu spüren bekommt, ist der Rücken. In den Anwendungen der Aromatherapie, gilt der Rücken als Ort der Vergangenheit. Hier zeigt sich die Last des Lebens. Denn der Mensch verhält sich widersprüchlich. Er weiß, dass Bewegung, Sport, ausgewogene Ernährung, Entspannung – dass all diese Faktoren wichtig sind für ein gesundes, vor allem zufriedenes Leben. Doch unser Verhalten passt nicht immer zu unserem Wissen. Die Raindrop-Massage aber gibt uns ein Teil dieser Ausgewogenheit zurück. Zumindest fühlt es sich so an…
 

Selbstverständlich kann eine Massage nicht Bewegungsmangel ausgleichen. Doch sie sorgt für energetische Ausgewogenheit. Die ausgleichende Wirkung der Essenzen unterstützt dabei, die emotionale und energetische Mitte wiederzufinden. Bereits zu Beginn der Anwendung begrüßt der feine Duft der Pflanzen. Man riecht sie nicht nur, man spürt sie auch. Dann trägt der Therapeut auf den Füßen die Ölmischung Valor auf. Und eine Vitaflex-Massage entlang der Wirbelsäule bereitet den Rücken für die Raindrops vor.

Als erstes werden Oregano und Thymian aufgetropft. Durch sanftes Streichen mit den Fingerspitzen werden diese Öle gleichmäßig verteilt. Es folgen Basilikum, Zypresse, Wintergrün, Majoran und Pfefferminze. Alle Essenzen werden auf gleiche Weise neben der Wirbelsäule aufgetropft und durch sanfte, fächerartige Bewegungen über den Rücken verteilt und eingearbeitet. Schließlich nimmt der Therapeut mit einem Basis-Öl die Duft-Öle auf, vom Steißbein bis in den Nacken. Und eingewickelt in ein Leintuch und eine Decke, genießt man die angenehme Reaktion der Essenzen. Wärme. Ruhe. Entspannung. Man genießt jeden Moment.  

Raindrop-Massage im Kneippianum, Jochen Reisberger. ©Susanne BaadeRaindrop-Massage-Kneippianum©SBaade-3
 
Keine Kommentare zu Tropfen der Wohltat: Raindrop-Massage – Glück, feindosiert

Hinterlasse eine Antwort