Die Top 10 der beliebtesten Heilkräuter

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Pflanzen mit hoher Wirkung

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen, so lautet ein altes Sprichwort. Tatsächlich findet sich in der Welt der Natur eine schier unendliche Vielfalt an Pflanzen, die eingesetzt werden können, um diverse Leiden zu lindern oder zu kurieren. Anstatt zu Medikamenten aus dem Pharma-Labor zu greifen, vertrauen viele Menschen lieber auf Altbewährtes aus der Natur. Nachfolgend stellen wir Ihnen die 10 beliebtesten Heilpflanzen vor, die in heimischen Gefielden zu finden sind.

  1. Die Pfefferminze. Ob als Tee, als Bonbon, im Dessert oder als Gewächs im Hausgarten – die Pfefferminze kennt jeder. Ihre Heilkraft zieht sie aus den enthaltenen ätherischen Ölen. Minze befreit bei Erkältungskrankheiten die Atemwege und wirkt darüber hinaus entzündungshemmend. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Migräne wird sie erfolgreich eingesetzt.
  2. Die Kamille. Ebenfalls ein Klassiker ist die Kamille, die durch ihre großen gelb-weißen Blütenköpfe auffällt und ein unverkennbares Aroma besitzt. Ihre Inhaltsstoffe wirken kranflösend, beruhigend und vor allem entzündungshemmend und entfalten als Tinktur bei äußerlichen Wehwehchen oder als Kamillentee ihre heilsame Wirkung.
  3. Der Spitzwegerich. Er kommt eher unscheinbar daher, obwohl er sich bei genauerem Hinsehen auf fast allen Wiesen und an Wegrändern ausbreitet. Das Kraut mit den schwertförmigen Blättern und grau-braunen Blütenköpfchen enthält unter anderem Gerbstoffe, das Glycosid Aucubin und Saponine. Bei Husten, Verdauungsstörungen, Blutungen und Wurmkrankheiten wird die Wirkung des Spitzwegerichs hochgeschätzt. Eingenommen wird die Pflanze als Tee, als Presssaft oder als Bestandteil von Hustensäften.
  4. Der Weißdorn. Beim Wald- oder Feldspaziergang fällt der Weißdorn als drei bis sechs Meter hoher Strauch auf, der Trauben von roten Beeren trägt. Seine Inhaltsstoffe stärken das Herz, regulieren den Blutdruck und helfen bei Nervosität.
  5. Die Mistel. Als Schmarotzer hängt die Mistel in kugeligen Büscheln in Baumkronen und liefert mit ihren weißen Beeren ein heilkräftiges Naturmittel. Als Tee, Aufguss oder in Tablettenform konsumiert reguliert die Mistel den Blutdruck, hilft bei Kreislaufstörungen, Arterienverkalkung, Blähungen, Menstruationsstörungen und Venenleiden.
  6. Die Brennnessel. Berühren möchte man dieses Nesselgewächs lieber nicht, doch der Reichtum an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen sollte keinesfalls missachtet werden: in den dunkelgrünen Blättern stecken besonders viel Kieselsäure, Vitamin A und C sowie mineralische Spurenelemente wie Eisen. Brennnesseltee oder -aufguss wird gerne bei Wassersucht, Ekzemen, Blasen- und Nierenleiden sowie Blutarmut und diversen Mangelerkrankungen genossen.
  7. Der Sanddorn Dieser Strauch fühlt sich besonders wohl auf Kiesboden, Flussschotten und Sanddünen und ist beispielsweise an der Ostseeküste häufig anzutreffen. Die orangen, eiförmigen Beeren sind wahre Vitamin C-Bomben und enthalten daneben Vitamin A sowie organische Säuren. Sanddorn wird nicht nur als Saft bei Frühjahrsmüdigkeit und als Unterstützung der Genesung eingesetzt, sondern schmeckt auch als Marmelade ausgezeichnet.
  8. Das Johanniskraut. Erkennbar an seinen vielen gelben Blüten, steckt das Johanniskraut neben Gerbstoffen voller ätherischer Öle, Harz und Flavonoide. Johanniskrauttee wirkt krampflösend, schmerzstillend und beruhigend und ist darüber hinaus ein natürliches Antidepressivum.
  9. Der Baldrian. Typischerweise ist der Baldrian bei Schlafstörungen ein nützlicher Helfer und wird darüber hinaus bei Verdauungsstörungen und nervöser Unruhe eingesetzt. Seinen lila-rötlich bis weißen Blüten begegnet man gerne auf feuchten Wiesen, in Auen und am Ufer von Gewässern.
  10. Der Huflattich. Anhand seiner in Gruppen wachsenden, gelben, feingefiederten Blüten ist der Huflattich leicht zu identifizieren. Seine Blüten enthalten Inulin, Gerbstoff und Schleim, seine Blätter zusätzlich einen Bitterstoff und Vitamin C. Huflattich-Tee wird bei Husten, Bronchitis, Heiserkeit und Asthma getrunken.

 

Leichte Sommerküche – Salat mit wilden Kräutern

In den warmen Sommermonaten schlagen schwere Gerichte oftmals auf den Magen und sorgen für Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Frische und leichte Salate verschaffen da Abhilfe und viele der bereits genannten heimischen Heilkräuter sind nicht nur in der Naturheilkunde beliebt, sondern verleihen auch knackigen Sommersalaten die passende Würze. Geeignet hierfür sind:

  • Bärlauch
  • Basilikum
  • Borretsch (auch Gurkenkraut genannt)
  • Brennessel
  • Dill
  • Fenchel
  • Gänseblümchen
  • Kerbel
  • Löwenzahn
  • Petersilie
  • Pfefferminze
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Schnittlauch
  • Zitronenmelisse
  • und viele mehr …

Verleihen Sie Ihren Salaten auch einmal einen Vitaminkick mit einer kleinen Obsteinlage. Neben Äpfel und Birnen können Sie auch mit Erdbeeren, Granatäpfeln oder Mango dem beliebten Sommersalat etwas mehr pepp verleihen. Der bereits genannte Sanddorn eignet sich zudem mit etwas Salz, Pfeffer, Honig, etwas Ingwer und Öl hervorragend für ein Salatdressing mit viel Vitamin-C. Auch im Kneippianum wird das uralte Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen weitergetragen. Hier erntet und verarbeitet man diese selbst – gerne verraten Ihnen unsere Gesundheitsexperten, wo Sie diese Pflanzen selbst sammeln können und wie man sie selbst zu Hause verarbeitet. Eines ist sicher – im Spa und bei medizinischen Anwendungen im Kneippianum Bad Wörishofen, aber auch im Restaurant werden Ihnen so manche der Heilkräuter begegnen.

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