Gründonnerstagssuppe

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Am Gründonnerstag gibt es den christlichen Brauch, etwas Grünes zu essen.

Traditionell wird eine Suppe aus bestimmten grünen Kräutern oder ein Gericht aus grünem Gemüse zubereitet. Man nimmt das erste Grün, das zu dieser Zeit im Frühjahr wächst: Brennessel, Löwenzahn, Vogelmiere, Gundermann, Giersch, Schafgarbe, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Knoblauchrauke oder Bärlauch.

Die meisten der genannten Kräuter sind von bitterem Geschmack, entsprechend der „bitteren“ Leiden des Heilands.

Brennessel ist reich an wertvollen Nährstoffen, besonders Eisen und Kalzium, Vitamin A und C. Sie entwässert gut und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Löwenzahn wirkt sich auf die Verdauung die Nieren positiv aus. Zur Frühjahrskur werden seine Blätter als Salat, die Wurzel und das Kraut als Tee sowie die Blütenknospen als eine Art Kapern verwendet.

Unbekannter als Heilpflanze und Nahrungsmittel ist heutzutage die Vogelmiere. Sie hat einen hohen Vitamin C Gehalt.

Girsch oder auch Geißfuß genannt ähnelt dem Spinat. Sie wird aufgrund ihrer blutreinigenden und harnsäureausscheidenen Wirkung bei Gicht und Harnwegsinfekten eingesetzt.

Die Schafgarbe besitzt seit dem Altertum ein hohes Ansehen, Sebastian Kneipp empfahl Schafgarbenkraut für eine entschlackende Frühjahrskur.

Aus den verschiedenen Wegerich-Arten lassen sich schmackhafte Speisen zubereiten. Die Blätter sind reich an karotin, Vitamin K und C.

Im Frühjahr gehört die Knoblauchrauke zu den ersten Kräutern, die geerntet werden. Aufgrund enthaltener Senföle liegt eine verdauungsfördernde Wirkung vor und zudem einen leicht antibiotischen Effekt.

Das Gänseblümchen, genauer dessen Blüten, dient zur Zier. Es gilt als Verkünder des Frühjahrs.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Energie, Zuversicht und Hoffnung zum Start ins Frühjahr!

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